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Donnerstag, 28. Mai 2015

{ VON GENÄHTEN UND GESAGTEN HERZENSDINGEN UND DEM FRÜHJAHRSPUTZ IM STOFFREGAL }




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Wenn ich die heutigen Bilder rückwirkend so betrachte, versinke ich in Gedanken die voller Liebe und Glück sind. 

Sie strahlen Lebensfreude aus, Energie, Tatendrang und das Abenteuer "Groß" zu werden.
Und natürlich Liebe -  mit all ihren Facetten. 

Das Leben eben.

In meinem Blogpost zu Mathildas Kleidchen zu ihrem Geburtstag hab ich Euch ja schon ein klein wenig erzählt, von diesem ganz wundervollen Fotonachmittag bei dem ich unter anderem mit einem zuckersüssen Waldmeisterblumensträusschen überrascht wurde.
 
Es gibt so Momente im Leben, in denen man das Gefühl hat irgendwo daneben zu stehen. Aufmerksam die Geschehnisse beobachtet, und sich fragt - kann das alles echt sein? Realität?

Wieviel Glück kann ein einziger Mensch haben? Nämlich ich. 
Soviel Glück - 3 so entzückende Töchter in ihr  und im besten Fall auch durch ihr ganzes Leben begleiten zu dürfen. Sie sind gesund, sie sind fröhlich, klug und ich denke ihre Herzen sitzen da wo sie hin gehören.

Selbstverständlich gibt es auch hier graue und trübe Tage. Manchmal regnet es auch. Oder es stürmt und gewittert. Danach ist die Luft wieder rein um das Wesentliche wider zu erkennen und zu fühlen.
Sie sind oft grantig, oder garstig, streiten, bocken oder stellen irgendwelchen Unsinn an, der mich zur Verzweiflung treibt ;)  

Aber was ist all das, gegen das Glück, welches man empfindet an solchen Nachmittagen wie dieser Fotonachmittag einer war. 
Durch die Linse meiner Kamera zu blicken, war  wie durch ein kleines Guckloch in mein Leben zu sehen und ich war so erfüllt von Liebe, Zuneigung, und vorallem Dankbarkeit. 
Solche Momente mit Menschen die ich bedingungslos liebe und mit Menschen die mich bedingungslos lieben verbringen zu dürfen. 

*

Oft sind wir so gehetzt im Alltag, mit Schule, Terminen, Verpflichtungen dass ich manchmal die Sorge habe, man könnte es verlernen wesentliche Dinge wahrzunehmen, zu erkennen. Weil man gar nicht mehr die Zeit hat, sich auf Etwas mit allen Sinnen zu konzentrieren.

Dabei sind es oft die kleinsten Dinge im Leben die einem am allerglücklichsten machen.
Ein liebevoller Blick, die erste aufgeblühte Rose im Garten,  eine zärtliche Berührung. 

Oder aber eine kleine Kinderhand die nach Deiner greift und sagt:
"Mama - ich glaube das allerschönste an Dir ist Dein großes Herz!"

Glück pur. 

Liebe pur. 

Dankbarkeit pur. 

.... und immer wieder die Frage, kann ein einziger Mensch soviel Glück haben? 










Unser aller Leben ist so einzigartig, wundervoll und indivuduell und wir sollten es unbedingt mit wesentlichen und tiefsinnigen Dingen & Gedanken erfüllen und bereichern. Nicht nur einfach so dahin leben. Ohne Augen, Ohren, Bauch & Herz zu involvieren.

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Ich möcht Euch jetz gern noch einige (ok es sind viiielle *g*) Bilder zeigen, die unter anderem an diesem tollen Fotonachmittag im Wald so entstanden sind.

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Genäht hab ich etwas, worauf ich schon sooo lange Lust hatte aber ich es immer nach hinten schieben musste. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie sehr Freude es daher gemacht hat, diese Vorstellung zu Stoff zu bringen:



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UUUPS! Wo ist das Kind? :)
































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Genäht hab ich ein Talia Blusenkleid. Eigentlich ein ganz einfacher, schlichter, simple zu nähender Schnitt, aber ich hab mich wirklich total darin verliebt. 
Vor einiger Zeit hatte ich Euch schonmal unser leises Schwanenkleid gezeigt. 
Das war auch eine Talia, allerdings aus Jersey. 

Verwendet hab ich ganz lange gehegten Lieblingsstoff von Riley Blake. Ich denke aus dem Jahr 2011/2012. Natur grundig mit hübschem Blumenprint in moosgrün und lilablaßblau.

Dazu hab ich noch eine passende Leggings genäht und den Saumabschluss ein wenig verspielt gearbeitet.. Yara von czm ist da immer eine gute Wahl.
Der moosgrüne Yolanda-Jersey passte dafür ganz besonders gut.

Und ihr wisst ja - hier geht selten was ohne die passende Kopfbedeckung - daher noch das passende Schleifchen-Haarband :)

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Vielleicht habt ihr das "Frühjahrsputz im Stoffregal" - Sew Along auch schon entdeckt, diese Woche ist das Thema "grün" an der Reihe und ich finde da passt dieses Outfit ganz besonders gut dazu. 

Ich hab auch ganz extra noch ein besonders grünes Bild:



 


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Ich wünsch Euch noch einen ganz tollen Tag, ich merke gerade an meinem Rücken, während ich diesen Blogpost noch verfasse, dass mich ein paar Sonnenstrahlen wärmen. Es nicht regnet.
Das ist die Gelegenheit die Räder rauszuholen und mit den kleinsten Fingerhütchen eine Runde zu fahren. Das Mini-Fingerhütchen ist nämlich  mächtig stolz. Denn sie kann seit kurzem Radfahren. Ganz alleine. <3

Ich schick Euch ganz liebe Herzensgrüsse und einen dicken Drücker



Schnitt Kleid:
Talia von Lieblingsnaht
Schnitt Leggings:
Yara von czm
Haarband:
eigenes
Stoff Kleid:
ein älterer Riley Blake
Pünktchen aus meinem Stoffschrank
Stoff Leggings:










Dienstag, 12. Mai 2015

EHRLICHKEIT ! - und ein leises Schwanenkleid.



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Kann man das Bloggen eigentlich verlernen? 

Wenn ich ehrlich bin, sitzt ich heute hier und weiss im ersten Moment gar nicht recht, wie ich diesen Blogpost zu meinem Schwanenkleidchen beginnen soll. 
In diesem Jahr sind bislang nicht allzu viele Posts entstanden und manchmal hab ich das Gefühl es sprudelt  nicht mehr einfach so raus aus mir.

"Früher" hätte ich am liebsten jeden Tag für Euch und für mich gebloggt, Euch erzählt von meinem kreativen Alltag, neuen Ideen und diversen Umsetzungen kreativer Impulse.
Nicht, dass ich das jetzt nicht auch noch gerne mache aber ich hab das Gefühl es geht mir nicht mehr so leicht und locker von der Hand und ich bin blockiert.

Das ist so schade denn das Schreiben ansich und auch das Verfassen der Beiträge in diesem Blog sind mir sehr wichtig. Nun,  wenn ich reflektiere, woran das vielleicht liegen könnte werde ich nachdenklich.

Was ist anders als "früher"? Was hat sich verändert? 

Klar - meine persönliche Zeit im realen Leben lässt es nur schwer zu wirklich OFT zu bloggen aber wenn wir mal ehrlich sind - einmal pro Woche wär es doch eigentlich auf jeden Fall drin!
Wenn ich weiter ehrlich bin, dann liegt es vielleicht auch an der Veränderung im allgemeinen die die Blogger / Kreativszene in den letzen Monaten ( oder gar länger) durchmachte.

Ich meine - JA - es ist wunderbar, dass sich die Szene so vielfältig gestaltet. Es zahlreiche Frauen und sogar Männer gibt welche ihr kreatives Leben mit der Öffentlichkeit teilen. 

Es zahlreiche Unternehmen gibt, die den Markt mit wundervollen neuen Stoffen und Designs überhäufen, jede Menge Schnittmuster-Ersteller die keine kreativen Wünsche offen lassen, haufenweise Profi-Fotografen mit wahnsinnigster Fotoausstattung um ihre kleinen Modelle gekonnt in Szene zu setzen. 

Es wird noch bunter, und noch schlichter und noch lauter und noch leiser genäht, gehandarbeitet, gestickt, geplottet, gestanzt, sich präsentiert  .... und auf der einen Seite ist es wohl der völlig normale Wandel oder manches mal auch Wahnsinn unserer Zeit der diesen Aufschwung mit sich bringt  - und es ist gut - Vielfalt zu haben. 

Auf der anderen Seite jedoch, bleibt eine gewissen Leere.

Man steht hier vor  völlig überfüllten Stoffregalen, vor überfüllten Festplatten auf denen sich die wundervollsten Ebooks und Stickdateien tummeln. Man sieht wunderschöne, arrangierte Bilder. 
Und das was man selbst empfindet ist Druck und das Gefühl schneller nähen, sticken, plotten, häkeln, stanzen, fotografieren zu  müssen. 
Um in dieser sooo schnelllebig gewordenen Kreativ-Welt nicht irgendwie den Anschluss zu verlieren. 

Aber ist es das was ich will? 

Um wieder ehrlich zu sein - natürlich möchte ich den Anschluss nicht verlieren, auch weiterhin "gesehen" und "wahrgenommen" werden - denn gerade dass ist es doch auch, was das öffentliche teilen seiner kreativen Arbeiten so reizvoll macht. 
Eben genau dass, sich mit zuteilen - sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Für viele von unserer Zunft wäre es sonst ein ziemlich einsames Dasein im Näh/Arbeitszimmer. 
Trotz  riesiger Stoffberge und Schnittmusterstapelei.

Aber um welchen Preis will ich das? Will ich mit schwimmem in diesem Strom, der sich immer schneller fortbewegt, vieles vielleicht nur noch mit halben Herzen geschieht weil für mehr die Zeit, Muse oder Hingabe fehlt.

Wenn ich ehrlich bin - dieser Preis ist mir zu hoch  ... bzw. es ist der falsche dafür.

Ich möchte in kreativen Tempo arbeiten und bei mir persönlich heisst kreatives Tempo nicht, dass ich mal eben schnell paar hübsche Stoffe kombiniere und zusammen nähe. In meinen Kleidungsstücken steckt(e) EIGENTLICH soviel mehr als nur Stoff und Garn. 
Die Liebe zum Handwerk, in jedem Teil welches ich für meine Kinder nähe steckt zudem noch ganz viel Liebe zu ihnen selbst, ebenso stecken in jedem genähten Stück 
Träume, Wünsche und Gedanken.

Denn das kreative Arbeiten kann auch helfen zu entspannen, nachzudenken und ich sich zu gehen. 
All das, ist es doch, was das Besondere ausmacht. Eben nicht ein "Teil von der Stange" zu haben. 
Sondern etwas einzigartiges ... und einzigartig wird es meines Erachtens nicht nur durch die Aneinanderreihung glücklicher Ressourcen wie schöne Stoffe, Bänder & Verzierungen sondern einzigartig wird etwas einzig und allein dann, wenn man sich mit der Gesamtheit seines Herzens darauf konzentriert bzw. einlässt.

Das ist es was für mich persönlich - Kreativität ausmacht. Einzigartigkeit, Individualität, entgegen jedes Mainstreams. Einfach so zu sein wie man ist. Mal bunt, mal schlicht, mal laut, mal leise, mal berüht, mal losgelöst, mal Sonne, mal Regen, mal traurig, mal fröhlich, aber immer mit ganz viel Liebe.

Vielleicht fiel es Euch, vorallem den regelmässigen Lesern meines Blogs, schon auf, dass ich ein absoluter Gefühlsmensch bin. Schon immer. Ich versuche immer zwischen den Zeilen zu lesen, tolerant und offenherzig zu sein. Vielleicht denkt ihr Euch, mensch - was sind das heute wieder für gedankliche Ausbrüche hier ;), aber was nutzt es uns allen, sich immer nur etwas vor zu machen, sich selbst den Atem zu rauben um irgendwie  beständig zu sein? 

Bestand wird immer nur etwas haben, das weder halbherzig noch schnell.schnell geschehen ist, sondern Bestand wird das haben was aus wertvollen Einzelteilen besteht die sich zu einem wundervollen Ganzen verbunden haben.
Nachhaltigkeit eben. 

Ich bin mir ganz sicher, dass es viele kreative Frauen da draussen gibt, die wissen wovon ich hier schreibe. Jeder sollte sich reflektieren und ehrlich zu sich selbst sein  und vielleicht einmal überlegen was er selbst wirklich! möchte.

Ein Mensch kann nur so kreativ sein, soviel Platz er in seinem Herzen, dafür wirklich über hat. 


*

Jetzt noch eine gekonnte rethorische Überleitung zum eigentlich geplanten Inhalt dieses Blogposts zu finden ist wohl eher schwierig bis unmöglich *g*.

Deher einfach ganz direkt :)

Ich wollt Euch gern ein ganz leises Kleidchen zeigen, welches ich für Mathilda genäht habe.
Mit passender Leggings & Kopfbedeckung natürlich :)



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Mein kleiner Frechdachs *lach*. Sie ist eine so goldige Maus und mittlerweile schon echt ein so großes Mädchen geworden. Mit ganz viel Persönlichkeit. Aber das allerschönste (unter anderem natürlich *g*) ist, dass für sie die Kleidungsstücke nachwievor "aus dem Keller" kommen. Der Annahme war sie schon immer und ich find das so niedlich. Manchmal wünscht ich, ihr könnten hier in meinem Abeitszimmer kleine Mäuschen sein und sehen wie stolz sie bei mir neue Kleidungsstücke für sich und ihre Henriette bestellt.

*

Schön, wenn ihr es geschafft habt bis hier her zu lesen. Herzlichen Glückwunsch *lach*!
In der letzten Zeit hab ich so einiges genäht, nicht nur das leise Schwanenkleid sondern auch mal wieder so richtig volle Portion bunt & so. Fehlen nur noch die Fotos dazu :)

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Habt einen wundervollen Tag



Schnitt Kleid:
Talia von Lieblingsnaht
Schnitt Legging:
czm
Schnitt Hut:
Ottobre
Stoff Kleid:
"grey swan" von Alles für Selbermacher / Design: Andrea Lauren
+ gelbe Maxi Dots
Stoff Legging:
Stoffschrank